Pos1. Gewicht: Normalgewicht: über 5,5 kg

 

                       Höchstgewicht: 9,0 kg

 

Pos2. Körperform, Bau und Typ

 

Der Körper ist gedrungen, breit und massig, jedoch nicht plump. Der Rumpf erscheint kurz und breitschultrig mit ausgeprägter. voll abgerundeter Hinterpartie. Die Zugehörigkeit zum Typ der großen Rassen kommt mehr durch die Rumpfbreite als durch die Länge zum Ausdruck. Der Nacken ist kräftig und kurz; der Kopf ist ohne sichtbaren Hals dicht am Rumpf angesetzt. Die Läufe sind verhältnismäßig kurz, sehr kräftig und werden gerade aufgesetzt.
Der Körperbau der Häsin ist etwas feiner als beim Rammler, doch muss der massige Rumpf vorhanden sein. Bei Häsinnen ist eine nicht zu große, gut geformte Wamme zugelassen.
Der Rücken verläuft ebenmäßig bis zur Blume in einer gleichmäßig abgerundeten Linie. Die Brustpartie ist gut ausgebildet und voll gerundet. Gut gewölbt erscheint die Rippenpartie. Die Hinterschenkel liegen fest am Körper an. Der Hals tritt nicht in Erscheinung. Die Blume ist geschmeidig; sie wird gerade, aufrecht und an den Hinterkörper angelegt getragen; ihre Länge ist rassespezifisch zu beurteilen. Der Körper wird frei vom Boden von kräftigen und geraden Läufen getragen. Die Schulterblätter liegen fest am Körper an und dürfen sich in der Bewegung nicht auf- und abschieben; sie schneiden glatt mit der Rückenlinie ab. Die Hinterläufe stehen parallel zum Körper, die Schenkel werden fest angelegt.

 

Pos3.Fell:

 

Das Fellhaar besitzt eine besonders dichte Unterwolle und ist mit einer gut entwickelten, nicht zu harten Begrannung versehen. Die Haarlänge beträgt etwa 4 cm. Die Ohren sind gut behaart.
Der Hauptwert des Normalhaarfelles besteht in der Dichte der sehr feinen, gekräuselten und daher “wolligen” Unterhaare. Die Dichte dieser Unterwolle ist abhängig von der Haarmenge je cm².  Dichte und Struktur sind weiterhin abhängig von der Menge der Deckhaare je cm² sowie von ihrer Stärke und Elastizität. Das Deckhaar überragt die Unterwolle etwas; es soll über den ganzen Körper gleichmässig verteilt sein. Es fehlt im Nackenkeil. Einen wesentlichen Einfluss auf die Struktur der Begrannung hat weiterhin das Grannenhaar, welches das Deckhaar überragt. Bezüglich der Verteilung, der Länge, des Überstandes und der Stärke des Grannenhaars können die Anforderungen bei den einzelnen Normalhaarrassen sehr unterschiedlich sein.
Eine “dichtwollig” erscheinende Behaarung mit guter Struktur wird sich nicht schlagartig in die ursprüngliche Lage zurücklegen, wenn man mit der Hand gegen das Haar streicht. Eine Fellbehaarung mit dichtem Unterwollhaar, kräftig entwickeltem Deckhaar und guter Begrannung fühlt sich voll an, ist vollgriffig; ein wertvolles Fell “arbeitet” und kehrt langsam in die Ausgangslage zurück.
Für die Anforderungen an die Haarlänge ist das Deckhaar entscheidend; die Länge wird nicht gemessen, sondern geschätzt. Zwischen der Fellhaarlänge der einzelnen Normalhaarrassen und der Körpermasse gibt es generell einen direkten Zusammenhang, jedoch sind rassespezifische Abweichungen zu beachten.

 

Pos4. Kopf:

 

Der eindrucksvolle charakteristische Widderkopf muss bei beiden Geschlechtern gut ausgeprägt vorhanden sein. Er darf keinesfalls lang gestreckt erscheinen. Die Stirn- und Schnauzpartie müssen breit, die Ramsnase stark gebogen, die Backenpartie sehr kräftig entwickelt sein. Die Augen sind groß, aber nicht tiefliegend.
Bei der Häsin ist der Kopf etwas feiner. (mehr oval)

 

Pos5. Behang:

 

Der Behang weist an den Ohrenansätzen stark ausgeprägte, dicht beisammenliegende Wülste (Kronen) auf und wird zu beiden Seiten des Kopfes hufeisenförmig. röhrenartig und mit den Schallöffnungen nach innen getragen. Die Ohren sind fleischig (sehr stabil im Gewebe) und an den Enden gut abgerundet. Die Behanglänge beträgt 38-45cm, und sollte mit der Größe des Tieres harmonieren. Ideal ist der Behang, wenn er leicht nach vorne an das Auge heran getragen wird.

 

Pos6. Farbe und Zeichnung:

 

Es sind einfarbige und zweifarbige (gescheckte) Tiere zugelassen.
Es sind alle Farbenschläge zugelassen, für die jeweils die Farbbestimmungen der betreffenden Rassen maßgebend. Für die Farbe grau gelten die Abstufungen wild-, hasen-, dunkel-, eisengrau und hasenfarbig gemäß den bei den Deutschen Riesen grau genannten Forderungen.

Der Kopf der gescheckten Tiere trägt überwiegend die jeweilige Zeichnungsfarbe, auch der Behang und die Kronen werden von ihr voll erfaßt. In der Mitte der Stirnpartie muß ein weißer Stirnfleck auftreten. Der Rumpf wird von  der sog. Mantelzeichnung bedeckt, wobei der Rücken von den Schultern an sowie die Hinterpartie von der Zeichnungsfarbe erfaßt werden. Die Zeichnung selbst soll insgesamt regelmäßig und von weißen Flecken frei sein. Weiße Ansatzpunkte im Genick bis zu den Schulterblättern oder vom Ansatz der Blume bis zur hochgelegten Blumenspitze bleiben unberücksichtigt, sollten aber nicht vorhanden sein.

 

 

Tipp:

Diese Webseite ohne Werbung:

Upgrade zu JimdoPro